ROSI und seine Partner: Gemeinsam für das Recycling hochwertiger Abfälle aus der Photovoltaik

ROSI ist Teil des Projekts ReProSolar, welches sich zum Ziel gesetzt hat, hochwertiges Recycling von Photovoltaik-Modulen im industriellen...

June 11, 2021
Weltweit
Industrie

ROSI ist Teil des Projekts ReProSolar, welches sich zum Ziel gesetzt hat, hochwertiges Recycling von Photovoltaik-Modulen im industriellen Maßstab zu fördern. Gemeinsam mit Partnerunternehmen aus dem öffentlichen und privaten Bereich, die entlang der Recyclingkette von PV-Modulen tätig sind, werden erstmals alle Komponenten der Photovoltaikmodule vollständig getrennt. So können u.a. reines Silizium, Silber und Glas wieder der Fertigungsindustrie zur Verfügung gestellt werden. Die EU unterstützt das Projekt mit insgesamt 4.8 Millionen Euro über EIT RawMaterials.

Die Auswirkungen der Klimaerwärmung lassen sich nicht länger leugnen. Dringende Maßnahmen sind erforderlich, um CO2-Emissionen zu reduzieren und wertvolle Ressourcen zu schonen. Man geht davon aus, dass erneuerbare Energien und eine Verbesserung der Energieeffizienz das Potenzial haben, bis zu 90% der Ziele auf dem Weg zur Dekarbonisierung zu erreichen. In den kommenden Jahren werden die ersten PV-Anlagen ihr Produktlebensende erreichen.

Die technische Lösung

ReProSolar bietet ein innovatives Management von PV-Modulen, das die lineare PV-Industrie in eine Kreislaufwirtschaft verwandelt, um Abfälle zu reduzieren und wertvolle Ressourcen zu schonen. Von der Aufbereitung und Reinigung der Rohstoffe über die Lieferkette der Abfallverarbeitung bis hin zur Wiedereingliederung in verschiedene Industriezweige – die gemeinsamen Anstrengungen aller Partner ermöglichen es, die gesamte Wertschöpfungskette abzudecken.

ROSI bringt sein Know-how bei der Aufbereitung von Silizium und Silber aus gebrauchten Solarzellen ein und ermöglicht so die Rückgewinnung hochreiner Materialien bei gleichzeitig geringer Umweltbelastung durch den gesamten Prozess. In Kombination mit dem innovativen Delaminierungsverfahren von FLAXRES und dem Fachwissen von Evonik als Endnutzer wird die Recyclinganlage eine Vorreiterrolle beim Recycling von PV-Abfällen spielen. Die Unterstützung durch unseren langjährigen Partner Grenoble INP wird dazu beitragen, die Qualität der recycelten Materialien zu gewährleisten. Noch dazu wird TECNALIA den Umweltnutzen der Anlage insgesamt anhand einer Analyse des Lebenszyklus’ messen. Das Projekt wird von Veolia Deutschland koordiniert.

Das Projekt zielt darauf ab, das jährliche Recycling von 5’000 Tonnen ausgedienter PV-Module in einer Demonstrationsanlage zu veranschaulichen.

Das Forschungsprojekt wird von EIT RawMaterials, einer Innovationsplattform des Europäischen Instituts für Innovation und Technologie (EIT), unterstützt. Es wird unter der Projektnummer 20028 finanziert und läuft von Februar 2021 bis Ende Januar 2025.

Partner

  • Evonik Operations GmbH, Deutschland
  • FLAXRES GmbH, Deutschland
  • Grenoble INP (Technisches Institut Grenoble), Frankreich
  • ROSI Solar, Frankreich
  • TECNALIA Forschung & Innovation, Spanien
  • Triade Electronique, Frankreich
  • Veolia Deutschland GmbH, Deutschland
  • Veolia Recherche & Innovation (VERI), Frankreich
  • Veolia Umweltservice GmbH (Projektträger), Deutschland

EIT RawMaterials

Mineralien, Metalle und fortschrittliche Werkstoffe sind wichtige Voraussetzungen für die Verwirklichung der Ziele des europäischen Green Deals. Derzeit wird nur ein Bruchteil der wichtigsten Rohstoffe in Europa produziert. Dies kann durch Kreislaufwirtschaft, durch Innovationen in den Bereichen Recycling, Substitution, Verarbeitung, Abbau und Exploration geändert werden. Das Ziel von EIT RawMaterials ist es, eine nachhaltige Rohstoffversorgung zu sichern, indem Innovation, Bildung und Unternehmertum in den europäischen industriellen Ökosystemen gefördert werden.

EIT RawMaterials bietet ein kooperatives Umfeld für bahnbrechende Innovationen, indem es Unternehmen mit Hochschulen, Forschung und Investoren zusammenbringt. Außerdem setzt es sich für die künftige Generation von Innovatoren im Rohstoffsektor ein, indem es Initiativen ergreift, die von der Schulausbildung bis hin zu höheren Qualifikationen für Fachleute der Branche reichen.

Das Unternehmen hat sich verpflichtet, den Übergang Europas zu einer grünen und digitalen Kreislaufwirtschaft zu unterstützen und gleichzeitig seine globale Wettbewerbsfähigkeit zu stärken und Arbeitsplätze zu sichern. Auf dieser Grundlage wurde EIT RawMaterials von der Europäischen Kommission mit der Leitung und Verwaltung der European Raw Materials Alliance (ERMA) beauftragt.

EIT RawMaterials ist eine Innovationsplattform innerhalb des European Institute of Innovation and Technology (EIT).

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